Meinung: Fangfrisch


Eigentlich war »Fangfrisch« ein Verzweifelungskauf: Es waren Weihnachtsferien und wir alle hatten Urlaub. Alle vorhandenen Spiele waren schon oft gespielt, und etwas Neues musste her – sofort!

Also auf zum nächsten Kaufhaus mit großer Spielwarenabteilung und ein Spiel gekauft. Leider waren die Regale durch Weihnachten ziemlich leergefegt. Das einzige „schöne“ Spiel, dass wir noch nicht hatten, war »Fangfrisch«. So landete es in unserem Spielebestand.

Der optische Eindruck ist wie bei fast allen Spielen von Queen hervorragend - Jo Hartwig leistete wieder sehr gute Arbeit bei der Illustration. Auch die Ausstattung war gut, und das Spielprinzip schnell erfasst.

»Fangfrisch« ist ein reines Versteigerungsspiel - aber ohne Gebote. Reihum ist ein Spieler der Fischauktionator, alle anderen versuchen, möglich viel Meeresgetier bestimmter Sorten zu sammeln und gewinnbringend zu verkaufen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Mitspieler sind häufig schneller, und Fisch kann leicht verderben. Das ganze wird mit einer Glocke entschieden.

Insgesamt ein sehr schönes Familienspiel mit viel Spaß und einigen kleinen, aber feinen Ärgermomenten. Am besten spielt es sich zu viert, aber auch die anderen Spielerzahlen funktionieren gut.

Besonders zu empfehlen für Spieler, die sich nicht den Kopf stundenlang heiß denken möchten, aber dennoch kein reines Glücksspiel möchten.

3–5 Spieler, Spieldauer 20–30 Minuten.

Fazit: Sehr spaßiges Familienspiel mit genialer Aufmachung.

Stefan Malz, 27. Juli 2009 (#16)
 


Autor:
Andreas Pelikan

Illustration:
Jo Hartwig

Verlag:
Queen Games

Erscheinungsjahr:
2007