Meinung: Das große Pentago


»Das große Pentago« ist die logische Fortsetzung des reinen 2-Personen-Spiels »Pentago«, welches bereits 2007 bei Kosmos erschienen ist. Nun lässt sich das extrem einfache, dennoch aber nicht weniger interessante Spielprinzip auch zu dritt und zu viert erleben:

Reihum legt jeder Spieler einen seiner farbigen Spielsteine auf ein freies Feld des Spielfelds und dreht anschließend ein Segment des Spielfelds um 90 Grad. Schafft er es dabei, fünf seiner Spielsteine in eine Reihe zu bekommen, hat er gewonnen.

Das klingt jetzt erst einmal sehr simpel, aber durch das ständige Verdrehen des Spiel­felds ist es nicht einfach, die Übersicht zu behalten und alle möglichen Kombinationen durchzugehen. Oft ist man völlig überrascht, wenn ein Spieler plötzlich seine fünf Steine in einer Reihe hat.

Neben der Tatsache, dass »Das große Pentago« nun auch zu dritt oder viert gespielt werden kann, ist die neue Ausgabe zusätzlich in Hinsicht auf die Ausstattung und das Spielmaterial ein großer Schritt vorwärts.

Die Segmente des neu gestalteten Spielfelds lassen sich viel schneller und präziser drehen, und die zweifarbigen Spielsteine sehen nicht nur besser aus als die früheren Glaskugeln – sie können vor allem auch nicht mehr davonrollen! Alles sieht wertiger aus, und die große Schachtel macht natürlich noch viel mehr Eindruck!

Da auch die 2-Spieler-Fassung mit diesem Spiel unverändert gespielt werden kann, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, die alte Fassung zu kaufen. Mit »Das große Pentago« erhält man ein sehr gut aussehendes Spiel mit hohem Aufforderungscharakter und minimalen Erkläraufwand, das für viele Partien gut ist.

Natürlich muss man abstrakte Spiele mögen und bereit sein, sich seine Gedanken verdrehen zu lassen…

2–4 Spieler, Spieldauer 30 Minuten.

Fazit: Dieses Spiel verdreht jedem den Kopf! Sehr gut für zwischendurch.

Stefan Malz, 11. Oktober 2012 (#145)
 


Autoren:
Thomas Flodén &
Pål Keller Carlquist

Illustration:
Mårten Skoger &
Joel Ydring

Verlag:
Kosmos

Erscheinungsjahr:
2010