Meinung: Fischers Fritz


Des Fischers Fritz möchte gern frische Fische fangen. Nur dazu muss er sie erst einmal finden!

»Fischer Fritz« ist ein kleines Spiel, welches Elemente von Memory mit zwei Würfeln kombiniert. Um es zu gewinnen, braucht man ein gutes Gedächtnis für Formen und Farben, aber auch etwas Würfelglück.

Eine wesentliche Erweiterung gegenüber einem normalen Memory besteht darin, dass man passende Karten auch vom Gegner nehmen kann – sofern man sich gemerkt hat, wo er diese in seiner verdeckten Reihe liegen hat. Und es gibt Minuspunkte für Schuhe, die ungewollt geangelt oder manchmal auch versehentlich dem Gegner abgenommen werden. Aus diesen Elementen ergibt sich trotz der relativ geringen Anzahl an Plättchen eine ansehnliche Spieldauer, da die Plättchen häufig den Besitzer wechseln.

Als Kinderspiel ist »Fischers Fritz« durchaus zu empfehlen. Es vermittelt neben der für Gedächtnisspiele notwendigen Konzentration auch die Fähigkeit, kleine Niederlagen und den Verlust von erarbeiteten Siegpunkten auszuhalten.

Dazu tragen auch die schlichten, aber zum Thema sehr gut passenden Grafiken bei. Dieses Spiel wurde bei uns, als unser Sohn noch jünger war, regelmäßig gespielt. Und wie bei den meisten Gedächtnisspielen hat er eigentlich immer gewonnen!

Für spielerfahrene Erwachsene ist dieses Spiel allerdings ziemlich flau. 50% Glück und 50% Kurzzeitgedächtnis sind kein dauerhaft attraktives Spielkonzept.

Aber was tun wir Eltern nicht alles für unsere Kinder...

2–5 Spieler, Spieldauer 20 Minuten.

Fazit: Memory mit Würfeln. Für Kinder attraktiv, für Erwachsene eher flau.

Stefan Malz, 25. Januar 2010 (#70)

 


Autor:
Jürgen Heel

Illustration:
Uschi Heusel

Verlag:
Amigo-Spiele

Erscheinungsjahr:
1997