Meinung: Race 3000


Eigentlich freute es mich, als LEGO im letzten Jahr das Thema »Gesellschaftsspiele« aufgriff und einige Spiele für Kinder herausgebrachte. Denn jede Werbung für Gesellschaftsspiele, vor allem bei Kindern, finde ich positiv.

Natürlich ist auch mein Sohn auf diese Marketingkampagne angesprungen, zumal er sowohl ein begeisterter Spiele-Spieler als auch ein großer LEGO-Fan ist. So landete »Race 3000« auf seiner Wunschliste zum letzten Geburtstag und fand damit den Weg in unseren Spielebestand. Leider!

Zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich sowieso kein großer Freund von einfachen Lauf- oder Rennspielen bin. Vor allem, wenn alles nur über einen Würfel entschieden wird. Wenn dann das Spiel aber auch noch derart simpel ist, total fummelige Figuren benutzt und eine grauenhaft schlecht geschriebene und unvollständige Anleitung hat, dann möchte ich am liebsten nur noch schreien! Da hilft auch nicht die Aufforderung in der Anleitung, die Regeln nach eigenen Wünschen und Ideen abzuwandeln.

Dieses Spiel hätte eigentlich Totschweigen verdient, da es aus meiner Sicht absolut unspielbar und spielerisch völlig belanglos ist.

Da ich aber (wie mein Sohn) ein LEGO-Fan bin und die Hoffnung habe, dass durch dieses Spiel mehr Menschen zum Gesellschaftspiele-Spielen verführt als davon abgeschreckt werden, gebe ich einen Sympathiepunkt. Bei diesem Spiel kann ich gut verstehen, dass kein Name eines Spieleautors auf der Schachtel steht. Das wäre auch mir peinlich…

2–4 Spieler, Spieldauer 20–30 Minuten.

Fazit: Primitives Würfel-Rennspiel mit schlecht geschriebenen Regeln.

Stefan Malz, 15. Januar 2010 (#68)
 


Autor:
Unbekannt

Illustration:
Unbekannt

Verlag:
LEGO

Erscheinungsjahr:
2009