Meinung: Uno


Schon wieder eines dieser Spiele, die es vorher eigentlich schon gab. So ziemlich jeder von uns dürfte »Mau-Mau« kennen, welches ganz klar die Vorlage von »Uno« ist. Immerhin kommen bei »Uno« mit den Karten „4 ziehen plus Farbwahl“ und „Umdrehen“ zwei neue Elemente hinzu, und die große Anzahl an Karten ermöglicht das Spiel mit bis zu 10 Spielern.

Wirklich besser wird das Spiel dadurch allerdings nicht. Der Spielverlauf ist in Dauer und Ablauf völlig unabsehbar und hängt gnadenlos vom Kartenglück ab. Hinzu kommt, dass es Spielsituationen geben kann, in denen ein Spieler 20 oder mehr Karten auf der Hand halten müsste, was gerade für Kinder ein echtes Problem darstellt.

Wozu also braucht man dieses Spiel?

Als Einstieg in die Welt des Spiels ist es auf jeden Fall geeignet. Es ermöglicht einfache taktische Überlegungen, hat simple Regeln und eine kurze Spieldauer. Als solches bietes es sich an zum seichten Zeitvertreib bei langweiligen Sippentreffen und ähnlichen Anlässen, zu denen das Spiel aufgrund seiner geringen Ausmaße leicht mitgenommen werden kann.

Für alle aber, die von einem Spiel mehr erwarten, als stumpfes Kartenziehen und Ablegen, ist »Uno« nicht wirklich geeignet. Für Liebhaber des kleinen Kartenspiels seien hier zum Beispiel »Bohnanza« und »Wizard« empfohlen.

2–10 Spieler, Spieldauer 10 Minuten.

Fazit: Brauchbar fürs große Sippentreffen. Aber auch dafür gibt es Besseres!

Stefan Malz, 15. Februar 2010 (#74)
 


Autor:
Merle Robbins

Illustration:
Unbekannt

Verlag:
Amigo-Spiele

Erscheinungsjahr:
1986